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Hohe Preise??

 Nun, das lässt sich ganz einfach erklären. 

Ein seriöser Züchter ist in einem Verband wie zum Beispiel dem 1. Deutschen-Edelkatzen-Züchterverband (1. DEKZV) registriert. Damit kann er dann alle kostenpflichtigen Leistungen des Verbandes in Anspruch nehmen, wie Besuch von Ausstellungen, Stammbaumerstellungen etc.. Als Verbandsmitglied muss er einen jährlichen Beitrag von etwa € 100,- zahlen.

Die meisten Züchter besuchen mehr oder minder regelmäßig Ausstellungen im In- und Ausland. Für jedes Tier muss pro Käfig und Tag eine Gebühr zwischen € 40,- und € 50,- gezahlt werden. Hinzu kommen noch die Reisekosten und etwaige Übernachtungen.

Vor dem ersten Wurf muss der Zwingername registriert werden. Der Zwingername ist quasi der Nachname der Tiere, die im Besitz des Züchters geboren werden. Auch diese Registrierung kostet Geld (€ 50,-).

Jungtiere werden von seriösen Züchtern grundsätzlich entwurmt und geimpft abgegeben. Das bedeutet natürliche Kosten für mehrfache Tierarztbesuche und Medikamente.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für die erwachsenen Zuchttiere. Sie müssen für die Verpaarung als auch für die Ausstellungsbesuche jederzeit einen kompletten Impfschutz aufweisen. Das wird bei Ausstellungen von Tierärzten überprüft und muss bei Beantragung der Stammbäume für die Jungtiere über den Impfpass nachgewiesen werden. Kosten hierfür pro Tier: Jährlich ca. € 100,- .

Die vg. Ausstellungen dienen natürlich auch dazu, Kontakte zu Züchtern und Liebhabern der gleichen Rasse zu knüpfen und auch in Frage kommende Katzen für die Verpaarung der eigenen Tier zu finden. Nur in den seltensten Fällen wohnt der Kater „gleich um die Ecke“. Hier werden durchaus Fahrten von mehreren hundert Kilometern mit den Tieren unternommen, folglich fallen Reise- und Übernachtungskosten für meist zwei Fahrten an. Weiterhin entstehen in diesem Zusammenhang meist noch Kosten für tierärztliche Test an, die im Vorfeld von Beiden Besitzern gefordert werden. Kosten für solche Test (FeLV/FIP, Leukose) liegen auch bei ca. € 100,- pro Tier. Na, und de Deckung kostet ebenfalls etwa € 300,- bis € 500,- unabhängig, ob der Wurf aus 2 oder 6 Jungtieren besteht.......

Sind die Katzenbabys auf der Welt, müssen innerhalb der ersten vier Wochen die erforderlichen Stammbäume beantragt werden. Dieser Service des Verbandes kostet ebenfalls pro Tier eines Wurfes € 15,-.

Sobald die Jungtiere auf feste Nahrung umgestellt werden (etwa ab der vierten Lebenswoche) kommen auch noch die Futterkosten hinzu.

Bei all diesen „normalen“ Vorgängen ist noch nicht berücksichtigt, dass in jedem Katzenhaushalt mal ein Tier erkrankt. Aber Tierarzt und Medikamente sind halt teuer.

Ältere Tier werden sinnvollerweise kastriert.

Fakt ist also, wer seriös Katzen züchtet und verkauft, hat eine ganze Reihe von festen und variablen Kosten zu decken, so dass er seine Jungtiere nicht nur „für ein paar Mark“ abgeben kann. So kann zumindest ein Teil der Kosten gedeckt werden.

Katzen züchten ist ein Hobby, und in den Größenordnungen, die wir Mitglieder in den Richtlinien der FIFe (Weltverband) verankert haben, gar nicht „zum reich werden“ geeignet. Zum Wohle unsere Tiere wird die gezielte Zucht unter den bestmöglichen Voraussetzungen betrieben, wozu zum Beispiel auch das Verbot der Käfighaltung gehört. Wir lieben unsere Tiere und wünschen uns für Sie liebevolle Paten, die auch einen fairen Preis zum Wohle der geliebten Rassekatzen zu zahlen bereit sind.

Sie möchten doch sicher nur ein gesundes, einwandfreies Tier Ihrer Wunschrasse bei sich aufnehmen, oder ?